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»Die illustre Runde« in der Designmacherei – Netzwerken bei Wein, Genuss und Design

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»Der Typostammtisch Offenbach ist tot, lang lebe ›Die illustre Runde‹!?«. So hieß es in der Einladung zur ersten illustren Runde in meinem Büro.

Ganz so ist es nicht. ›Die illustre Runde‹ ist keine Fortsetzung des Typostammtisches, sondern ein eigenständiges Format, wie man das heutzutage so nennt. Die Idee dahinter ist es Menschen aus unterschiedlichen Bereichen von Design (Grafikdesign wie Produktdesign), Kunst, Medien etc. zusammen zubringen, zwecks Austausch und um sich kennen zu lernen, nicht virtuell, sondern ganz real.

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In unregelmäßigen Abständen werde ich zu einem Abend jeweils einladen.

Start machte eine kleine Präsentation zu meinen Designprojekten rund um Wein und Genuss. Für Speis und Trank – Wein und Craft Beer von »Die Genussverstärker« ist dabei natürlich auch gesorgt. Die Speisen, eine Gorgonzola-Terrine mit Trauben und Nüssen, sowie der Coq au Vin kamen von »Gastgeber & Freunde«.

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Ergänzt wurde der Abend durch eine Ausflug in die Welt der Schrift und zwar Schrift im Weltraum vom Kollegen Kai Merker vom Typekollektiv Typocalypse aus Saarbrücken.

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Es war ein toller Abend mit Grafik- und Webdesignern, Menschen aus dem Bereichen Typendesign, Text, Fotografie, Innenarchitektur und Schmuckdesign. Besonderen Dank an Holger von »Gastgeber & Freunde« für das leckere Essen.

Die nächste illustre Runde wird voraussichtlich am 11. April sein.

Fundstück: Du samma, warum machen wir eigentlich nichts dagegen???

Category : Typografie

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Diese kleine Kunst-Fundstück hing ganz versteckt an einem Haussockel und warf – bevor es abfiel – jeden Morgen eine nicht unbedeutende Frage auf.

Vorschau auf 2015

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Dieses Jahr steht jetzt schon ganz im Designschwerpunkt Genuss. Das Projekt der »Offenbacher Pfeffernüsse« für die Kaffeerösterei Laier, welches noch im letzten November begann, ist ein riesiger Erfolg, der bis jetzt unvermindert anhält. Vom Design der Eventlocation »main wohnzimmer« und »Brigid Reisen – Irland anders erleben« gibt es schon die Logos zu sehen. ebenfalls in kulinarischen Gefilden sind die Projekte für die »Rhein Main BBQ Society« und der im Frühjahr abgefüllte Wein von der »Domaine Jones« aus Südfrankreich, für den wir das Etikett entwickelten. In einer andere Richtung, aber nicht minder spannend ist das Corporate Design für »Fliegende Fische Coaching« aus Frankfurt, an dem ich gerade arbeite.

Auch ein weiteres Weinprojekt und ein Corporate Design für ein Olivenöl stehen im Laufe des ersten Halbjahres noch.

Darüber hinaus werd ich dieses Jahr wieder die »Tage der Typografie« gestalterisch und konzeptionell begleiten, die am ersten Juni Wochenende unter dem Motto »Kontrast« stattfinden wird.

 

x-Tools: Clevere Lösung für die Einhaltung von Mindest-Schriftgrößen auf Verpackungen nach EU-Norm

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Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit ein überaus nützliches Plugin für Adobe InDesign vor dem Release zu testen. x-Tools nennt sich das nützliche Plugin und ist eine clevere Lösung, die ab Ende 2014 von der EU erforderte Einhaltung von Schriftgrößen für Inhaltsstoffe und Zutaten auf Verpackungen zu realisieren. Wer die neue Regelung (Nr. 1169/2011) nicht kennt, wird sich wundern warum man für die Einstellung von Schriftgrößen ein Plugin benötigt. Die Krux dabei ist, dass, eigentlich ganz vernünftig, die minimale Schriftgröße anhand der x-Höhe definiert wurde.

Da die Schrifthöhe jedoch bei unterschiedlichen Schriftschnitten teilweise stark variiert, wurde in der Verordnung die Mittellänge bzw. x-Höhe als Referenz definiert. Eine typografisch sinnvolle Vorgabe, die sich jedoch mit den gängigen Layoutprogrammen wie Adobe InDesign nicht direkt umsetzen lässt.

Die Regelungen der Europäischen Union machen auch vor der Medienbranche nicht halt. Ende 2014 müssen sämtliche Verpackungen auf dem europäischen Markt der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 entsprechen. Dies bedeutet unter anderem, dass die Schriftgröße für Zutaten und Inhaltsstoffe eindeutig fest geschrieben werden. Da die Schrifthöhe bei unterschiedlichen Schriftschnitten jedoch teilweise stark variiert, wurde in der Verordnung die Mittellänge bzw. x-Höhe als Referenz definiert. Eine typografisch sinnvolle Vorgabe, die sich jedoch mit den gängigen Layoutprogrammen wie Adobe InDesign nicht direkt umsetzen lässt.

Der Schweizer Verpackungsspezialist streulicreations GmbH gab den Anstoß, um für dieses alltägliche Problem in Agenturen, Druckvorstufen und Druckereien eine Lösung zu finden. Durch die Kooperation mit den Pre-Press- und Workflowspezialisten der be:screen GmbH entstand nach ausführlicher Evaluation eine Erweiterung für Adobe InDesign. Primäres Ziel war es, eine komfortable Funktion für die Migration von bestehenden Design- und Layoutdateien zu entwickeln.

Volker Langer vom Projektteam der streulicreations berichtet: »Es ging darum eine Lösung zu schaffen, die es Verpackungsdesignern und Druckvorstufen ermöglicht, die neue EU-Regelungen verlässlich und effizient umzusetzen. Auch wenn im Packaging-Design traditionell Adobe Illustrator zum Einsatz kommt, haben uns die professionellen typografischen Funktionen von Adobe InDesign dazu bewogen, x-Tools vorerst exklusiv für InDesign zu entwickeln.«

x-Tools: Eine funktionale und effiziente Lösung
Mit x-Tools ist es möglich, die Schriftgrößen gemäß der neuen Norm sehr funktional und effizient auf die erforderliche x-Höhe anzupassen. Kein kompliziertes und ungenaues Abmessen, sondern eine direkte Eingabe über ein übersichtliches Dialogfenster. Die Erweiterung bietet zudem die Möglichkeit, mehrere ausgewählte Textrahmen und aufwändige Tabellen mit wenigen Klicks zu formatieren. Dabei können die Proportionen der Textgestaltung auf Wunsch erhalten werden, so dass Normierung und Ästhetik gleichzeitig realisierbar sind. x-Tools ermittelt den Schriftschnitt mit der geringstem x-Höhe eigenständig und sorgt damit für eine zuverlässige Einhaltung der Norm.

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Testen beim Design von Marmealdenetiketten für unseren Kunden TasteWhiskey

x-Tools ist für Adobe InDesign ab Version CS5 verfügbar und schafft eine präzise und komfortable Arbeitserleichterung bei der Umsetzung der EU-Richtlinie für die Darstellung von kennzeichnungspflichtigen Angaben auf Verpackungen. Auf der offiziellen Internetseite x-tools.eu steht neben einem Screencast eine voll funktionsfähige Testversion zum Download bereit. Für alle Schnellentschlossenen werden die Lizenzen für eine kurze Zeit zu einem Einführungspreis angeboten.

 

Rezension: Auf den Spuren des Münchner Schildermalers Karl Blaschke

Category : Rezensionen, Typografie
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Oliver Linke hat mit diesem kleinen Büchlein, dem Schildermaler Karl Blaschke und dem eigentlich ausgestorbenen Beruf des Schildermalers ein kleines Denkmal gesetzt.
Entstanden auf Grund einer zufälligen Entdeckung beim Typo-Spaziergang durch München, hat sich Linke, unterstützt durch andere Mitstreiter an die Arbeit gemacht und alle noch übrig gebliebenen Beschilderung des Unternehmens Blaschke und dessen Nachfolgeunternehmen fotografiert und katalogisiert. Und das inklusive der Adresse, wo man sie noch finden, so fern sie nicht wie viele andere bereits den modernen Klebefolien zum Opfer gefallen sind. Ein Muss für jeden Liebhaber handgeschriebener Schriften.

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Von Asam bis Zrenner.  Auf den Spuren des Münchner Schildermalers Karl Blaschke
August Dreesbach Verlag
ISBN: 978-3-944334-08
Preis: 19,80 Euro

Rezension: Typotopografie – Frankfurt

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Der August Dreesbach Verlag widmet sich meiner Wahlheimat und dem typografischen Leben hier  in der sechsten Ausgabe von Typotopografie. Den Namen »Frankfurt« trägt das Heft groß auf dem Titel. Aber wo Frankfurt drauf steht ist auch viel aus Offenbach, Darmstadt und Mainz zu finden. Ein Titel wie »Rhein-Main« wäre sicherlich passender gewesen. Denn trotz dieser – zum Glück – nicht auf die Stadt Frankfurt beschränkten Ausgabe, wird man einseitig mit dem Logo der Eintracht Frankfurt im Vorwort empfangen und aus dem Heft mit dem ebenso unpassenden Zitat von Friedrich Stoltze »Un es will merr net in mein Kopp enei: wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!« heraus geleitet. Das zeugt von zu geringem Fingerspitzengefühl, welches man sich hier gewünscht hätte.

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Doch nun zum Eigentlichen, dem Inhalt. Neben fotografisch-typografischen Stadtspaziergängen findet man lesenswerte Artikel über das Klingspor Museum in Offenbach, Hermann Zapf, das Gutenberg Museum in Mainz, über Typografie-Geschichte am Beispiel der Bauerschen Gießerei und einzelne Akteure aus den Bereichen Design, Typografie und Verlagswesen werden vorgestellt.

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In der Rubrik A–Z wird auch unser Typostammtisch in Offenbach kurz vorgestellt. Seit Sommer 2005 treffen sich hier in der Regel am 1. Dienstag im Monat Typografie und Designbegeisterte zum Small-Talk, Vorstellung von typografischen Arbeiten, Fachliteratur etc. Im Grunde wurde der Stammtisch schon immer von Einzelpersonen organisiert, erst recht seit dem es das Büro Typosition nicht mehr gibt. Die angesprochene Facebook-Seite findet man hier: Typostammtisch Offenbach bei Facebook

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Insgesamt wie die anderen bisher fünf Ausgaben auch für Schrift- und Design-Interessierte aus der Region wie darüber hinaus lesenswert, aber eben doch mit dieser seltsamen Schlagseite. Gerade bei solch lokal/regionalen Ansätzen sollten die Autoren ein wenig mehr sich mit den Gepflogenheiten der Region beschäftigen und diese berücksichtigen. So ist die Kritik weniger eine fachliche Kritik, sondern eher eine konzeptionell-redaktionelle.

Typotopografie – Frankfurt
August Dreesbach Verlag
ISBN: 978-3-944334-16-5
Preis: 14,80 Euro

Lichtspiele – Flair einer längst vergangenen Kinokultur

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Lange hat man nichts gehört von Typocalypse, einem Schriftprojekt von Studenten der FH-Trier. Längst stehen sie mit beiden Beinen im Berufsleben. Und siehe da, plötzlich schneit ein kleines Promopaket für die Schrift »Lichtspiele« ins Haus. Die Schrift ist eine Hommage an die Kinokultur der 20er Jahre. Sie entstand ursprünglich im Rahmen der Diplomarbeit von Stefan Hübsch, einem der Menschen hinter dem Saarbrücker Co-Working-Raum »Ligatura«. Die Schrift wird es in Kürze auch zum Download geben.

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