designmacherei




Lichtspiele – Flair einer längst vergangenen Kinokultur

lichtspiele1

Lange hat man nichts gehört von Typocalypse, einem Schriftprojekt von Studenten der FH-Trier. Längst stehen sie mit beiden Beinen im Berufsleben. Und siehe da, plötzlich schneit ein kleines Promopaket für die Schrift »Lichtspiele« ins Haus. Die Schrift ist eine Hommage an die Kinokultur der 20er Jahre. Sie entstand ursprünglich im Rahmen der Diplomarbeit von Stefan Hübsch, einem der Menschen hinter dem Saarbrücker Co-Working-Raum »Ligatura«. Die Schrift wird es in Kürze auch zum Download geben.

lichtspiele3

lichtspiele2

lichtspiele4

15. Februar: Spirits & Letters // Designvortrag und Whiskytasting in Saarbrücken

spirits_and_letters

»Spirits & Letters«, mein Vortrag über Whisky und Schrift, geht in die zweite Runde. Bereits im letzten Jahr habe ich als Grafik-Designer und Whisky-Experte bei Ligatura in Saarbrücken den Zuhörer/innen die grafische und typografische Welt der Whiskybranche nähergebracht. Dabei standen die Logos, Verpackungen und Etiketten der über 100 schottischen Whisky-Brennereien im Vordergrund. An Hand einzelner Beispiele zeigte ich wie sich grafische Trends auf die Whiskywelt auswirkten, wie Relaunchs bekannter Marken das Image veränderten.

Dabei bleibt es kein trockener Vortrag, sondern die visuellen Einblicke werden begleitet von fünf schottischen Whiskys.
Kleine Snacks sind vorhanden, die Whisky-Sorten können auch nach dem Vortrag direkt von den Genussverstärkern käuflich erworben werden.

Samstag, 15. Februar 2014 — 18.00 Uhr
Ligatura, Europaallee 22, 66113 Saarbrücken

Dauer etwa 3 Stunden,
Preis für den Vortrag (Whiskys inklusive):
45 € inkl. MwSt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldung nur auf spiritsandletters.de

Rezension: Neue Schriften / New Typefaces

neue-Schriften_niggli1

Das Buch wurde herausgegeben vom Gutenberg-Museum Mainz und bezieht sich auf die Ausstellung »Call Type« im Museum. In »Neue Schriften / New Typefaces« sind 19 spannende Interviews mit Schriftdesigner/innen enthalten.

Im zweiten Teil werden neuere Schriften vorgestellt. Dabei sind nicht-lateinische Schriften, Displayfonts, Grotesk- und Serifenschriften auf je einer Seite präsentiert und geben einen gelungenen Querschnitt aktuellen Schriftschaffens.

Die Interviews beleuchten Arbeitsweisen und Konzepte einzelner Schriftdesigner, die für bestimmte Ausrichtungen stehen. Mal steht die Lesbarkeit mehr im Vordergrund mal mehr die grafische Aussage. Die Leser lernen vermutlich bisher eher weniger bekannte Schriften kennen, sowie die Menschen, die sie schufen und welche Überlegungen dabei eine Rolle spielten.

neue-Schriften_niggli3

Bei der gestalterischen Umsetzung gibt es jedoch einige Dinge, die nicht gelungen sind. Die Beschreibungen der Schriften sind für die Textlänge in einem viel zu kleinen Schriftgrad gesetzt und im hinteren Teil des Buches sogar auch noch negativ, weiß auf Schwarz, so dass schnell ein Flimmern entsteht. Auch bei der Präsentation der Schriften fehlen mir vor allem eben bei Schriften, die für Fließtext geeignet sind, ein Beispieltext, um die Eignung für den Einsatz bei größeren Textmengen einzuschätzen. So schön diverse Schmuckbuchstaben und ausgefallene Ligaturen sind, so wenig sagen sie etwas über die Qualität der Schrift im Fließtext.

neue-Schriften_niggli2

Optische Aha-Effekte werden erneut über Lesbarkeit gestellt. Alle englisch sprachigen Leser/innen werden dazu mit einer noch kleineren Schriftgröße »bestraft«. Entweder ist so ein Buch gleichgewichtig oder ich mache nur eine deutschsprachige Ausgabe, so aber sind die englisch sprachigen Texte typografisch als zweite Klasse degradiert.

Der Content ist empfehlenswert, die Umsetzung hätte etwas mehr überdacht sein können. Das Buch schafft ein Stück weit für den Anwender von Schriften – Mediengestalter, Grafikdesigner etc. – Verständnis für die Arbeit des Schriftentwerfers.

Petra Eisele, Isabel Naegele, Annette Ludwig (Hrsg.)
Neue Schriften. New Typefaces. Positionen und Perspektiven
248 Seiten, 17 x 22,5 cm, Schweizer Broschur, Deutsch/Englisch, Euro (D) 29,80
ISBN 978-3-7212-0892-4

Edles Verpackungsdesign

verpackung-design

Bereits im Oktober letzten Jahres wurden die Gewinner des achten Fedrigoni Top Awards in Parma geehrt. An diesem internationalen Wettbewerb hatten weltweit über 900 Kreative, Grafiker, Drucker, Verleger und Industriekunden teilgenommen. Die auf Fedrigoni-Papieren umgesetzten Arbeiten waren in füf Kategorien unterteilt: Verlagswesen – Hardcover, Verlagswesen – Softcover, Corporate Publishing, Verpackung, und HP Indigo Digitaldruck.
Die Bewertung war einer Gruppe internationaler und unabhängiger Experten aus der Welt des Designs und der Grafik anvertraut und beruhte auf Kriterien wie Originalität,
Funktionalität und Umsetzung sowie dem kreativen Einsatz des Papiers. Die Jury-Mitglieder waren Simon Esterson, Mary Lewis, Charles Ng, Italo Lupi und Jean Jaques Schaffner. Den ersten Platz in der Kategorie »Corporate Publishing« belegte der Geschäftsbericht »The Solar Annual Report«, powered by the sun. Auftraggeber war der Verband Austria Solar; die kreative Umsetzung stammte von der Müchner Agentur Serviceplan. Gedruckt wurde der Bericht mit photochromatischen Farben von der Druckerei Mory&Meier: im Siebdruck wurden nicht sichtbare Farben aufgetragen, die erst durch UV-Strahlen wie z.B. Sonnenlicht, sichtbar werden. Den zweiten Platz in der Kategorie »HP Indigo Digitaldruck« belegte die Werbebroschüre »Booklet Canada« von Triumph International. Triumph war bei diesem Projekt gleichzeitig Aufraggeber und Designer.

weingut-Kirsten

Auch einen zweiten Platz, jedoch in der Kategorie »Verpackung«, belegte das Weingut Kirsten mit ihrem edlen Weinetikett. Als Wein Liebhaber und Designer freut mich die prämierten Etiketten des Weingutes Kirsten besonders.
Weitere interessante Labels gibt es auch der Website meines Genussprojektes: Die Genussverstärker

Eine Auswahl der besten Arbeiten ist im Internet auf www.paperideas.it zu sehen.

»Mr Typo & der Schatz der Gestaltung« von Alessio Leonardi

mr-typo1

Ein Fachbuch, aber nein, das ist doch ein Comic.

»Mr. Typo und der Schatz der Gestaltung«, ist der zweite große Comic von Alessio Leonardi. Zuvor waren es eher Kurzgeschichten, wie zum Beispiel »Mr. Typo and the Lost Letters«, die für den Schriftenvertrieb und -hersteller Linotype entstanden. Wie immer verbindet Alessio Leonardi typografischen Witz mit typografischem Wissen. So kann der Leser auf knapp 100 Seiten lesen und schauen wie Mr. Typo und sein Hund Tilde, die Welt der Typografie und Gestaltung entdecken, erläutern und neugierig darauf machen. So lernt man die Welt der Bilder und der Farben, den Raum und natürlich ganz viel Typografie kennen. Und spätestens nach der Lektüre wird keiner mehr sagen, dass Typografie nicht auch Spaß machen kann.

mr-typo2

Das Buch ist gespickt mit vielen humorvollen Querschlägern wie diesen.

Was sonst vielleicht dem ein oder anderen in Ausbildung und Studium als trockenes Thema vorkommt, wird hier auf humorvolle Weise in eine Geschichte gepackt, bei der die Information keineswegs auf der Strecke bleibt.
Gleich ob es um die Anatomie von Schrift geht, um die Interpunktion, Gestaltungsraster oder nicht-lateinische Schrift, Alessio Leonardi gelingt es auf kleinstem Raum sehr einprägsam Inhalte zu vermitteln.

Und so steht am Ende fest: ein Fachbuch UND ein Comic. Für Menschen, die Schrift lieben und für Menschen, die mehr über Schrift und Gestaltung erfahren möchten.

Erschienen ist das Buch im Mainzer Verlag Hermann Schmidt und kostet 19,90 Euro

Marmeladenetiketten von der Designmacherei – Premiere auf der Whiskymesse Rüsselsheim

marmeladen_schnappschuss_messe

Die Whisky-Marmeladen von  TasteWhiskey, mit den von mir gestalteten Etiketten, wurden erstmals auf der Whiskymesse in Rüsselsheim vorgestellt. Hier ein erster Schnappschuss. Das farbige Garn stammt von Garn & Mehr.
Weitere Fotos sind demnächst im Portfolio zu finden.

 

Etiketten für Whisky-Marmeladen

screenshot_whiskymarmelade

Für Taste Whiskey, Whiskyhändler aus Duisburg, habe ich für eine neue Serie von handgemachten Whisky-Marmeladen Hängeetiketten entworfen. Die Etiketten sind nun im Druck. Bilder von den fertigen Marmeladen – genau genommen Fruchtaufstriche – demnächst hier.