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Fundstück: Du samma, warum machen wir eigentlich nichts dagegen???

Category : Typografie

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Diese kleine Kunst-Fundstück hing ganz versteckt an einem Haussockel und warf – bevor es abfiel – jeden Morgen eine nicht unbedeutende Frage auf.

Workshop: »Salz und Pfeffer – Kontraste im Verpackungsdesign«

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Auf den diesjährigen Tagen der Typografie, werde ich einen Workshop unter dem Motto»Salz und Pfeffer – Kontraste im Verpackungsdesign« anbieten.

Was die Kontraste in der der Gestaltung sind, sind die Gewürze beim Kochen. So wie wir verschiedene visuelle Kontraste zu einem Gesamtbild anordnen, so kombiniert man verschiedene Gewürze zu einem Gericht. Die zwei grundlegendsten Gewürze dabei sind Salz und Pfeffer. Einerseits so alltäglich wie die Schrift, anderseits, wenn man über den Alltag hinausschaut, so unglaublich vielseitig.

Im Workshop werden wir ein Erscheinungsbild für eine Verpackungset von Salz und Peffer gestalten. Weißes Salz und schwarzer Pfeffer, so kennt man den klassischen Kontrast. Aber auch weißer Pfeffer trifft auf schwarzes Hawaii-Salz, rosa Murray-River-Salz auf grünen Pfeffer. Die Kontraste und Gestaltungsmlglichkeiten für die Salz-Pfeffer-Sets sind vielseitig.
Beim Design der Verpackungen spielen Form-, Farb-, Schrift- und Größenkontraste ebenso eine Rolle die Art der Verpackung und das verwendete Material.

Eine spannende Reise in die Welt von visuellen und kulinarischen Kontrasten.

Vorschau auf 2015

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Dieses Jahr steht jetzt schon ganz im Designschwerpunkt Genuss. Das Projekt der »Offenbacher Pfeffernüsse« für die Kaffeerösterei Laier, welches noch im letzten November begann, ist ein riesiger Erfolg, der bis jetzt unvermindert anhält. Vom Design der Eventlocation »main wohnzimmer« und »Brigid Reisen – Irland anders erleben« gibt es schon die Logos zu sehen. ebenfalls in kulinarischen Gefilden sind die Projekte für die »Rhein Main BBQ Society« und der im Frühjahr abgefüllte Wein von der »Domaine Jones« aus Südfrankreich, für den wir das Etikett entwickelten. In einer andere Richtung, aber nicht minder spannend ist das Corporate Design für »Fliegende Fische Coaching« aus Frankfurt, an dem ich gerade arbeite.

Auch ein weiteres Weinprojekt und ein Corporate Design für ein Olivenöl stehen im Laufe des ersten Halbjahres noch.

Darüber hinaus werd ich dieses Jahr wieder die »Tage der Typografie« gestalterisch und konzeptionell begleiten, die am ersten Juni Wochenende unter dem Motto »Kontrast« stattfinden wird.

 

Verpackungsdesign für die »Offenbacher Pfeffernüsse«

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Ende letzten Jahres hatten Annette Laier von der Kaffeerösterei Laier und die Journalisten Susanne Reininger die Idee, das Traditionsgebäck »Offenbacher Pfeffernüsse« wieder zum Leben zu erwecken. Zwecks Entwicklung eines Design für Verpackungen wurden ich darauf hin beauftragt.Das Design stellt die Zutaten und die manuelle Fertigung in den Vordergrund. Trotz des histroischen Hintergrund hatten wir uns bewusst gegen ein historisierendes Jugendstil-Design. Denn Tradition ist ja bekanntlich nicht das Aufbewahren der Asche, sondern das Fortführen des Feuers. Darum fiel die Wahl auf eine modernere Verpackung mit den durch die aufgeraute Schreibschrift aufgegriffene Manufaktur-Stilistik.

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Die feinen Offenbacher Pfeffernüsse waren einst weltberühmt und galten als Delikatesse: Im 18. und 19. Jahrhundert wurden sie nur in edlen Hotels und Delikatessen-Handlungen verkauft. Das Land Hessen ließ sie bis in die 1980er Jahre bei Staatsempfängen als »Hessische Spezialität« servieren. Doch das bissfeste Offenbacher Original geriet in Vergessenheit. Die Journalistin Susanne Reininger und die Feinkosthändlerin Annette Laier haben den kulinarischen Schatz ihrer Heimatstadt wiederentdeckt. Sie lassen die Tradition der berühmten Offenbacher Pfeffernüsse nun wieder aufleben. Dazu verwenden sie ein Originalrezept aus der Zeit um 1900, das die beiden in monatelanger Entwicklungsarbeit für das 21. Jahrhundert veredelt haben.

Geliebt von Goethe, gefürchtet von den Gebrüdern Grimm

Verbrieft ist, dass bereits Johann Wolfgang von Goethe für die Offenbacher Spezialität schwärmte, die er sich stets nach Weimar schicken ließ. Der Frankfurter Volksdichter Friedrich Stoltze soll sogar ein Lied über Pfeffernüsse verfasst haben. Die Gebrüder Grimm fürchteten die belebende Wirkung des würzigen Gebäcks: »Esse nicht zu viel davon, sie sollen zu sehr erhitzen!«, warnten sie ihre Schwester Charlotte. Kein Wunder: Eine spezielle Kombination von Gewürzen aus aller Herren Länder – darunter Ingwer, Kardamom und Nelkenpfeffer – sorgt für die feine, raffinierte Würze der Pfeffernüsse aus Offenbach, die auch Männern bestens schmecken.

Geheime Herstellung in Handarbeit
Rezept und Zubereitung waren die bestgehüteten Geheimnisse der Stadt. Mancher Bäcker soll sich sogar in seiner Backstube eingeschlossen haben, wenn er den Teig ansetzte. Auch Susanne Reininger und Annette Laier hüten ihr Rezept, das sie gemeinsam mit dem Küchenteam der Werkstätten Hainbachtal im Offenbacher Stadtcafé veredelt haben. Dort werden die Pfeffernüsse mit Fingerspitzengefühl und feinsten Originalzutaten von Hand gemacht.

Presseartikel aus Offenbach Post und Frankfurter Rundschau

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Rezension: »Aura des Wertvollen« von Mario Pricken

Category : Marketing, Rezensionen

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Mario Pricken ist seit seinem Buch »Kribbeln im Kopf« in der Branche mehr als bekannt. In seinem neuen Buch beschreibt er weniger, wie in den bisherigen Veröffentlichungen, über Kreativitätstechniken, sondern setzt sich mit Unternehmens- und Markenwerte und ihrer Entstehung auseinander.

In »Die Aura des Wertvollen« zeigt er 80 verschiedene Parameter auf, die Dinge in unserem Leben zum Luxus werden lassen und enthüllt was Marken wie Gucci, Chanel, Porsche oder Rolex zu Luxus-Marken macht. Zu Beginn zeigt er zunächst auf, dass der Wert einem Objekt von aussen gegeben wird, sozusagen aufprojeziert wird und nicht per se im Objekt steckt sowie welche Faktoren die Vorstellung eines bestimmten Wertes beeinflussen. Damit ist der Wert eines Objektes, sei es eine Uhr, ein Kunstwerk oder eine Delikatesse von den Wertevorstellungen eines jeden einzelnen ab. Nehmen wir das Beispiel Kaviar oder Austern, für die eine sind es wertvolle Leckerbissen, für jemand dem das nicht schmeckt oder etwa auch für einen Vegetarier ist es wertlos. Der Wert ist kein objektive Größe, sondern eine subjektive Projektion der eigenen Vorstellungen. An Hand des Wertekatalogs zeigt Pricken auf, was Menschen, unterschiedlich intensiv mit einem Wert verbinden. Das sind zum Beispiel Entstehungsmythen und -geschichten von Unternehmen und Marken, aufwendiger Materialgewinnung, Handarbeit, Einzigartigkeit, Originalität, Regelbrüche, natürliche Beschränktheit, Sammelobjekte, Exotik, Tradition, Auszeichnungen etc.

Nach dem das jeweilige Parameter an Hand von Beispielen erläutert wurde, gibt der Autor mit Fragen und/oder Gegenüberstellungen Hinweise das eigene Unternehmen, Produkt oder Dienstleistung konkret auf seinen Wert zu überprüfen.

Daraus leitet er den so genannten 4D-Innovationsprozess ab, um Produkte aufzuwerten. Am Ende kann man an Hand exemplarischer Wertebiographien z.B. von luxuriösen Hotelzimmern oder Kunstwerken nachvollziehen, welche der Parameter jeweils wirken. Und der Fragenkatalog ermöglicht es sein eigenes Produkt zu hinterfragen bzw. seinen Wert zu »messen«

Sehr spannend und zum Nachdenken anregend, ebenso hilfreich für Corporate Identity und Markenbildungsprozesse, denn da geht es um mehr als um »nur« Design.

Verlag
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ISBN 9783895784385
Preis 39,90 Euro

 

 

Von Hand nummerierte Visitenkarten für TasteWhiskey

Visitenkarten für die Whiskyhändler TasteWhiskey aus Ratingen. Die Visitenkarten werden per Hand nummeriert. Dies ist eine Anlehnung an die Labels limitierter Single-Cask-Abfüllungen.

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