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Bierkultur in Offenbach!?

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Bier ist ein alltägliches Genussmittel und seit dem Craft Beer Boom auch wieder im Trend und hip.

Für mich als Grafiker ist dabei auch spannend zu beobachten wie die grafische Sprache der Biervermarktung sich ändert. Tradition wird abgelöst durch Innovation in der Gestaltung, bei gleichzeitiger Rückbesinnung auf die handwerkliche Tradition sowie auf internationale wie fast vergessene regionale Bierstile. Allen voran in den USA ist das Design von Bieretiketten und visuellen Erscheinungsbilder für Mikrobrauereien ein breites Feld. Das bekannteste Beispiel dürfte das Design des renommierten Designers Milton Glaser für die Brooklyn Brewery sein.

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Doch zurück nach Offenbach. Das Bierfest, findet hier jährlich statt und das bereits seit vielen Jahren. Beim Besuch wird man aber schnell ernüchtert – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wer hier kleine handwerklich arbeitende Brauereien und ihre Biere erwartet wird weitestgehend enttäuscht. Brauereien wie Faust sind da eine löbliche Ausnahme, aber ansonsten wird Biervielfalt mit Bitburg, Licher, Corona und Co. verstanden. Biere großer Konzerne dominieren das Bild, dazu passend eine musikalische Untermalung als Mischung aus Schlagerparade und Disco-Sound.

Offenbach steht aber vor allem in der visuellen Werbung für das was den Ruf des Bieres in den letzten Jahren in den Keller rutschen ließ. Biederkeit, Langeweile und völlige Unattraktivität.

Hier gibt es noch viel zu tun, um auch Menschen anzulocken, die den Wert eines leckeren Bieres ebenso schätzen, wie eine zeitgemäße und ansprechende Außendarstellung.

Letztlich kann man sagen – wenn auch etwas bösartig – dass das, was das Plakat verspricht, man auch im Großen und Ganzen bekommt. So dass es nicht nur um einen grafische, sondern auch um eine konzeptionelle Überarbeitung gehen müsste.

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