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Die Jugendstilhäuser in Offenbach – Luisenstraße 5, Das Pfauenhaus

Category : Offenbach

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Offenbach ist in den Augen vieler eine mehr oder weniger hässliche ehemalige Arbeiterstadt, grau und herunter gekommen. Dass dies damals wie heute nicht zutrifft, erkennt jeder, der mit offenen Augen und ohne Vorurteile durch die Stadt geht. Eine lange Liste von historischen Gebäuden gehören zu den hessischen Kulturdenkmälern. Nicht alle sind so gut gepflegt wie das 1902 erbaute Pfauenhaus in der Luisenstraße Nummer 5. Also Augen auf beim Gang durch die Stadt, es gibt viele solcher und ähnlicher Perlen zu finden

Auf der Website der hessischen Kulturdenkmäler wird die prachtvolle Fassade ausführlich beschrieben:

»Das viergeschossige Gebäude wurde 1902 vom Weißbindermeister Karl Roosen erbaut; als Architekt zeichnete Karl Steuerwald. Sehr schöne Jugendstilfassade mit leicht vorschwingenden seitlichen Risaliten. Relativ schlichtes Erdgeschoss mit profiliertem Sockel und reich verziertem, eisernem Hoftor. Belétage mit konvex geformten Fensterbrüstungen und floralen Fenstergittern an den mittleren beiden Achsen. Dort am Brüstungsbereich des zweiten Obergeschosses Pfauenreliefs und Verdachungen in floralem, sehr filigran gearbeitetem Flechtwerk. An den beiden Seitenrisaliten Baumreliefs, dessen verzweigtes Wurzelwerk über dem ersten Erdgeschoss beginnt. Jeweils zwei hohe, schlanke Bäumchen, die sich im zweiten Obergeschoss vereinigen und von einem großen Pfauenrelief bekrönt werden. Hier als oberer Abschluss ein Blattfries. Über dem dritten Obergeschoss als Kranzgesims ein floraler, gemalter Fries. Dachbereich mit sehr aufwändig gearbeiteten, geschwungenen Gauben mit ovalen Fenstern und Bleiverglasungen mit Blattmotiven. Das in jüngster Zeit renovierte Haus hat mit seiner aufwändig gestalteten Fassade überregionale Bedeutung.«

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